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GESCHICHTE

Die Entwicklung des Theaterwesens in Zirl

Wie so viele Tiroler Orte verfügt Zirl über eine lange Theatertradition. Im 18. Jahrhundert lassen sich erstmals Aufführungen religiöser und auch weltlicher Stücke nachweisen. Die Zirler Pfarrchronik nennt eine Darstellung von Christi Abendmahl 1755, ein Stück über Anderl von Rinn 1766 (gelobt gegen neuerliche Feuersbrünste); 1772 und 1789 dürften weltliche Schauspiele aufgeführt worden sein, 1796 wurden das Beben des Johannes von Nepomuk und die Erzählung vom ägyptischen Josef auf die Bühne gebracht und 1792 das des Heiligen Martinus.

Der rein religiöse Zweck (der Reinertrag floss der Kirche zu) scheint bei den Darstellern der damaligen Zeit nicht immer im Vordergrund gestanden zu haben. So beklagt die Pfarrchronik Missstände, die ihre Wurzeln im Theaterspielen hatten. Sie beschuldigt die am Theater Beteiligten, über dem Theaterspielen und Probieren, aber auch über Wein, Weib und Gesang ihre Arbeit und ihre Familien vergessen zu haben. Einmal sei das Theaterspielen sogar ganz verboten worden, da die Leute mit Theaterkleidung auf die Felder und Äcker gingen.

Dass die Stücke immer weltlicher wurden, ist hinlänglich bekannt, und die Kirche hatte ihre liebe Not mit Versuchen, Dinge auf die Bühne zu bringen, die in religiöser Hinsicht nicht einwandfrei waren. So wollten 1830 junge Burschen spielen, sie wurden aber vom Kurat und vom Gemeindeausschuss daran gehindert, obwohl sie mit dem Geld die neu angeschaffte Schutzengelstatue bezahlen wollten.

Ob, und was im späteren 19. Jahrhundert auf dem Gebiete des Theaters in Zirl geschah, ist nicht mehr bekannt.

1901 schlossen sich jedoch spielfreudige Zirler zu einer Gruppe zusammen, und seither wird fast kontinuierlich gespielt. Damals scheint es sich um eine Aktivität innerhalb des Katholischen Arbeitervereins gehandelt zu haben, wobei aber nicht alle Spieler diesem angehört haben müssen, denn man weiß von einigen Mitgliedern der Gruppe, dass sie selbstständig waren (Bauern, Wirtschaftstreibende). Die Spielleitung oblag vor allem vor dem Ersten Weltkrieg den jeweiligen Kooperatoren, während sich in der Zwischenkriegszeit primär die Brüder Franz und Hermann Riedl um das Theater annahmen.

Vor 1918 wurden sehr viele patriotische Stücke gespielt ("Andreas Hofer", "Der Tharerwirt von Olang"), was mit der allgemeinen Einstellung und Stimmung, aber auch mit dem Hundertjahrjubiläum der Befreiung Tirols von den Franzosen zusammenhängen dürfte. Es wurden aber auch "Die Räuber vom Glockenhof" und "Elisabeth von Thüringen" gespielt.

1906 wird im "Tiroler Verkehrs- und Hotelbuch" als eine der Attraktionen von Zirl auch ein Dilettantentheater genannt. Gespielt wurde vor allem im Gasthof "Steinbock".

1927 errichtete der Gasthof "Post" eine Bühne, die von den Mitgliedern der Theatergruppe in Eigenregie ausgebaut wurde. Es handelte sich dabei um eine Zugbühne, damals für eine Dorfbühne revolutionär Neues (um das man heute noch die Theatergruppe beneiden könnte). Billig war die Sache auch nicht gerade; so mussten zwei Theaterbegeisterte (Balthasar Suitner und Johann Kapferer) für ein Darlehen von 10.000.– Schilling bürgen. Eröffnet wurde die neue Bühne dann mit den "Räubern vom Glockenhof", für die die Zirler eine ganz besondere Vorliebe gehabt haben müssen.

1947 schlossen sich wiederum spielfreudige Zirler (zum Teil erfahrene Spieler aus der Zeit vor dem Kriege) zu einer Theatergesellschaft zusammen.

Von 1947 bis 1952 war Franz Riedl wieder für die Spielleitung verantwortlich. Unter seiner Regie wurden Stücke wie "Die Salonbäuerin", "Der Burggeist von Fragenstein", "Im weißen Rössl", "Am Tage des Gerichts", "Der Gmoalump" und die "Unterirdischen Mühlen" zur Aufführung gebracht. Bis 1954 inszenierte Benjamin Flöß (unter anderem den "Tatzlwurm", den "Amerikaseppl" und die "Junggesellensteuer"), dann übernahm Rudolf Kapferer die Spielleitung ("Der Hof am Abgrund", "Der Goldbauer") bis 1955. Für "Der Müller und sein Kind" konnte noch einmal Franz Riedl für die Regie gewonnen werden. Er verstarb dann am Tage der Generalprobe. Von 1955 bis zur unfreiwilligen Pause führte wieder sein Bruder Hermann Riedl Regie.

Bis 1955 konnte diese Einrichtung dann benützt werden, ein Umbau bedeutete dann ihr Ende. So mancher Zirler erinnert sich noch gut an die Stücke, die sie in den Dreißigerjahren erfreuten: "Konradin, der letzte Hohenstauffer", "Der Burggeist von Fragenstein", "Der Tharerwirt von Olang", "Peter Siegmaier", "Die Räuber auf Maria Kulm", "Hurra, ein Junge!""Das weiße Rössl".

Nach der Machtübernahme durch das NS-Regime, die auch sämtliche Kassabücher und andere Aufzeichnungen konfiszierten und verbrannten, wurde diese kulturelle Aufgabe von der Partei übernommen, sozusagen "geschluckt". Die Partei bestimmte und bezahlte; und erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges konnte wieder Theater gespielt werden, weil einige das Bedürfnis dazu verspürten und weil andere sich das Resultat dieser Bemühungen ansehen wollten.

1956 kam es dann zur Vereinsgründung. Paradoxerweise stand bereits ein Jahr nach Vereinsgründung keine bespielbare Bühne mehr zur Verfügung. Spielorte nach der Bühne in der "Post" waren wieder der "Steinbock" und der Gasthof "Goldener Löwe".

1959, zur Hundertfünfzigjahrfeier der Schlachten am Bergisel, spielte man den "Tharerwirt von Olang", dann war wieder einmal eine längere Pause angesagt die bis 1966 dauerte.

1968 kehrte der Theaterverein dann in die "Post" zurück, allerdings auf eine winzige Bühne ohne allen technischen Raffinessen. Als man unbedingt mehr Platz brauchte, bauten Mitglieder des Vereins eine Art Vorbühne, die allerdings je nach Veranstaltungen im Saal immer wieder entfernt werden mußte.

Am 7. Dezember 1970 brach dort ein Brand aus, der neben der Bühne mit all ihren Einrichtungen auch persönliches Hab und Gut der Spieler vernichtete. Zudem gab es keine Feuerversicherung, da diese bei der Stillegung des Spielbetriebes 1957 abgemeldet worden war, und die Verantwortlichen es verabsäumt hatten, eine neuerliche Versicherung abzuschließen.

1971 fand der Theaterverein Zirl im eben erbauten Pfarrheim eine neue Heimat. Dank unseres damaligen Mitgliedes Rudolf Kapferer, war es durch seine Fürsprache im Pfarrkirchenrat möglich, dass wir den neuen Pfarrsaal für Theateraufführungen zu Verfügung gestellt bekamen.

Gerade in den Jahren nach dem Krieg und in den Jahren des Wiederaufbaues scheint das Theaterspielen eine besondere Funktion gehabt zu haben. Die Illusion auf der Bühne bot Spielern und Zusehern die Möglichkeit, für einige Zeit dem nicht gerade rosigen Alltag zu entfliehen. Das Publikumsinteresse war so groß, dass zuerst drei und schließlich sogar vier Stücke im Jahr auf die Bühne gebracht wurden. Zudem unterhielt der Theaterverein Zirl eine rege "Tourneetätigkeit" in den benachbarten Orten (Kematen, Inzing, Polling, Scharnitz).

In unserer Zeit der Unterhaltungselektronik und anderen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung ist es um ein Vielfaches schwerer, sich ein Publikum zu erobern und zu halten. Auch ist das Interesse am Spielen selbst lange nicht mehr so groß. Früher drängten sich viele Dorfbewohner zum Spielen; heute, wenn sie merken, dass damit nicht nur Unterhaltung und Spaß, sondern auch Anstrengung, Konzentration und so manches Opfer verbunden sind, gibt so mancher bald auf.

Doch zurück zur Vergangenheit – 1966 begann eine sehr junge Gruppe unter Käthe Eschler, eine Reihe von Einaktern aufzuführen. Bald gesellten sich ihnen wieder ältere Spieler hinzu, doch der Großteil der Beteiligten war sehr jung. Regie führten dann noch Rudolf Kapferer, Karl Schatz, Josef Schneider, bis wieder für längere Zeit Rudolf Kapferer (von 1971 "Das unheilige Haus" bis 1977 "Der Meineidbauer") die Spielleitung übernahm. Für mehrere Jahre lag sie dann in den Händen von Mag. Pia Kapferer, ihr folgten wiederum Josef Schneider, Walter Corona, dazwischen versuchten sich Barbara Plattner, Margot Fritz und Anton Schatz in der Spielleitung.

Herausragende Stücke ab 1966 waren "Das unheilige Haus", "Der Burggeist von Fragenstein", "Der Meineidbauer", "Hurra, ein Junge!" und "Frau Pilatus", eine Art Passion, die jeweils im Abstand von fünf Jahren 1983 zum dritten Male auf die Bühne gebracht wurde. Besonderen Publikumserfolg verzeichnen die SpielleiterInnen mit ihren Ensemble immer wieder mit ländlichen Lustspielen und Schwänken. Ernstere und schwierigere Stücke würden sie wohl reizen, aber die Aussicht, vor einer halbleeren Zuschauerkulisse zu spielen, ist wenig reizvoll.

Von den Schwierigkeiten, die man heutzutage zu bekämpfen hat, war oben schon die Rede. Dazu kommt noch, dass Beruf und Familie den Mitgliedern des Vereines eigentlich immer weniger Zeit für das Theaterspielen lassen. Nur eine gehörige Portion Idealismus macht einen geregelten Spielbetrieb überhaupt möglich. Außerdem sind fast alle Mitglieder des Theatervereins Zirl – mehr oder weniger stark – auch noch bei anderen Vereinen und Korporationen engagiert (Schützenkompanie, Freiwillige Feuerwehr, Kirchenchor usw.), kommen also ihren gesellschaftlichen und kulturellen Aufgaben in der Gemeinde mehrfach nach. Dennoch finden sie Zeit, über die reine Spieltätigkeit hinaus noch andere Aktivitäten zu setzen.

So wurde im Rahmen der Gesamtrenovierung des Zirler Kalvarienberges dort das Bildstöckl "Das letzte Abendmahl" restauriert, man beteiligte sich rege an mehreren Aktionen zugunsten der Renovierung der Pfarrkirche Zirl (der Reinerlös der Erstaufführungen flossen ihr während der Dauer der Arbeiten zu; anlässlich der Österreichralley des ORF in Zirl übernahm der Theaterverein die Ausschank. Der Reingewinn ging wieder an die Kirchenrenovierung; mehrere Mitglieder betätigten sich sehr aktiv bei der Bausteinaktion des Heimatbundes Zirl.

Er nimmt alljährlich seinen Platz beim Dorfputz ein, und die SpielerInnen investieren Zeit und Mühe, um einzelnen Gruppen durch gesonderte Aufführungen Freude zu bereiten; so gab es mehrere Male Aufführungen von Weihnachtsstücken für den Krippenverein bei seiner Adventfeier, und zweimal wurden die Kinder von Martinsbühel zu Aufführungen ins Pfarrheim eingeladen.

Seit 1983 darf der Theaterverein Zirl das Gemeindewappen führen - eine besondere Form der Anerkennung durch die politische Gemeinde für die kulturellen und sozialen Leistungen des Vereines im Ort.

Anlässlich der Markterhebung 1984 wurde erneut "Der Burggeist von Fragenstein" im Rahmen einer Festveranstaltung zur Aufführung gebracht. Im Festzug am 23. Juni 1984 wurde vom Theaterverein das Zirler Wappen als Blumengesteck gezeigt. In der Sendung "Mikrofon im Dorf" mit Sepp Forcher wurden Szenen aus dem Theaterstück dargeboten.

Außerdem beteiligte sich der Theaterverein Zirl rege und bereitwillig bei allen Dorffesten und an den Pfarrfesten. Zudem wurde von den Mitgliedern des Vereins, das Probelokal aus- und umgebaut.

Eine Unterbrechung des Spielbetriebes und die Einstellung aller Aktivitäten erfolgte 1986. Es kam zu Auseinandersetzungen mit dem Inntaler Volkstheater unter der Leitung von Karl Schatz wegen gleichzeitiger Spieltermine. Leider ließ der Landesverband unter LV-Obmann Arnold jegliche Unterstützung vermissen, und so sah sich der Theaterverein Zirl 1987 gezwungen, aus dem Landesverband Tiroler Volksbühnen auszutreten.

Erfreulich ist jedoch der Aufwärtstrend in den Zuschauerzahlen seit 1988, wobei neben der Öffentlichkeitsarbeit und der Werbung durch die Medien auch die Teilnahme an der Ausstellung "Zirler Vereine stellen sich vor" mit Preisausschreiben und Umfrage einiges dazu beigetragen haben mag.

Im Jahre 1990 löste Walter Corona den langjährigen Obmann Josef Schneider (1972-1990) ab. Unter seiner Leitung erlebte der TVZ einen enormen Aufschwung.

1999 wurden aufgrund massiver Bemühungen seitens des Obmanns die langjährigen Unstimmigkeiten mit dem Landesverband - der mit Werner Kugler auch einen neuen Obmann hatte - begraben und so trat der TVZ wieder dem Landesverband Tiroler Volksbühnen bei.

Regelmäßig zweimal pro Jahr bringt der Verein ein Stück zur Aufführung. Besondere Lachschlager wie "Mama macht mobil", "Das rotseidene Höserl", "Sport ist Trumpf", "Sei doch net so dumm", "Der Bäckermeister Striezl", "Le Figaro und "Der dalkerte Bua" werden wohl noch vielen begeisterten Besuchern in Erinnerung sein.

1996 - war ein besonderes Jahr für den Theaterverein Zirl!

Man feierte das 40-jährige Bestehen des Vereines. Der Obmann gestaltete mit großem Aufwand liebevoll eine Festschrift und das Jubiläumsstück "Bleib cool, Mama!" war ein voller Erfolg. Zu diesem Anlass wurde auch eine moderne Lichtanlage angeschafft.

1999 gab es bei der Jahreshauptversammlung wieder Neuwahlen, wo sich einiges im Ausschuss veränderte. Ein nunmehr junges Team unter Obmann Walter Corona sorgt für frischen Wind im Vereinsleben. Als erstes wurde - basierend auf der Idee des Obmanns eine Neuerung betreffend der Mitgliedschaft eingeführt. Der TVZ besteht nunmehr aus "aktiven" und "fördernden" Mitgliedern. Man versuchte auch "ehemalige" Spieler wieder für eine Mitgliedschaft gewinnen zu können, was auch bei einigen guten Anklang fand.

2000 beschloss man, es einmal mit einem ernsten Stück "Die Roggenmühle" zu versuchen. Die Schauspieler, für die es eine große Herausforderung darstellte, glänzten in ihren Rollen. Leider musste man jedoch feststellen, dass das Publikum von heute lustige, humorvolle Stücke, den ernsteren vorzieht.

2004 wurde unser Dachverband "Landesverband der Tiroler Volksbühnen" aufgelöst. Aus den 3 Dachverbänden - LTV, Theaterservice und Figurentheater - wird im September 2004 ein neuer Dachverband "Theater Verband Tirol" (TVT) gegründet. Neuer Obmann wird Werner Kugler aus Telfs.

2006 feierte der Theaterverein Zirl sein 50-Jahr-Jubiläum! Zu diesem Anlass lud der Obmann alle ehemaligen und aktiven Mitglieder zu einem Festabend in den Pfarrsaal ein. Als Ehrengäste konnte er den Bürgermeister Hans-Peter Schneider und den Landesobmann des Theater Verband Tirol Werner Kugler begrüßen.Der Obmann konnte auch verdienstvolle Mitglieder auszeichnen: für 15jährige Mitgliedschaft wurden Elisabeth Peer und Werner Berger; für 20jährige Mitgliedschaft wurde Barbara Plattner und für 25jährige Mitgliedschaft wurde Anton Schatz mit einer Urkunde geehrt. Vom Theater Verband Tirol wurde Anton Schatz auch noch für sein 40jähriges Bühnenjubiläum ausgezeichnet.Das Theaterensemble spielte das neue Jubiläumsstück "FEURIO – Aufruhr im Spritzenhaus". Im Anschluss daran gab es noch ein reichhaltiges Buffet und bei einem gemütlichen "Theater-Huangert" wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Um unsere Mitglieder, ganz besonders diejenigen, welche sich aktiv an den Vorführungen beteiligen, ein bischen zu belohnen, veranstaltet der Theaterverein jährlich einen tollen Ausflug, der sich immer großer Beliebtheit erfreut. So fuhr man z. B. 1995 für 2 Tage nach Venedig, 1997 für 2 Tage zum Gardasee, 1999 für 5 Tage nach Paris, 2001 für 3 Tage in die Toskana, 2003 für 3 Tage nach Blumau und im Jubiläumsjahr 2006 für 4 Tage nach Rom!

Abschließend ist es mir als Obmann ein besonderes Anliegen festzuhalten, wenn von den "Spielern" die Rede ist, eigentlich immer sämtliche aktive Mitglieder des Vereins gemeint sind. Denn ohne Souffleuse, die Maske, die Kostüme, das Schankpersonal, den Lichttechniker, die Handwerker beim Bühnenbau und den Kassier an der Abendkasse und so manch anderem, der eine helfende Hand anbietet, blieben die Rädchen stehen, und nur das Zusammenwirken aller Beteiligter macht es möglich, dass in unserer Marktgemeinde Zirl weiterhin mit Liebe und Freude Theater gespielt werden kann.

Im Rahmen der feierlich gestalteten Generalversammlung im Dezember 2008 übergab unser langjähriger Obmann Walter Corona nach 18jähriger Tätigkeit sein Amt an Christian Salinger. Am 30. Juni 1990 hat Walter Corona das Amt des Obmannes offiziell von Josef Schneider übernommen und er kann stolz auf eine sehr erfolgreiche Vereinsführung in den all den Jahren zurückblicken. Unter anderem wurde unter seiner „Regie“ die Einteilung in aktive und fördernde Mitglieder eingeführt, die sich in all den Jahren sehr bewährt hat. Er wünscht seinem Nachfolger und dem Ausschuss alles Gute, viel Elan und Schwung, um weiterhin Laientheater auf doch recht hohem Niveau zu machen. Ihm wird als Dank und Anerkennung bei der Generalversammlung in feierlichem Rahmen die Ehrenobmannschaft verliehen.

Unser neuer Obmann Christian Salinger startete dann sogleich mit einem „Experiment“ – im Frühjahr 2009 wurde erstmals eine Sketch-Show aufgeführt. Im September fand der alljährliche Vereinsausflug statt – dieser führte uns im Andreas-Hofer-Gedenkjahr auf dessen Spuren ins Hofermuseum nach St. Leonhard im Passeiertal mit Einkehrschwung beim Sandwirt. Nach dem anschließenden Aufenthalt im Wellnesshotel „Schneeberg“ im Ridnauntal und einer Besichtigung der Bergbauwelt Ridnaun-Schneeberg, wo wir eindrucksvoll die schwere Arbeit der Knappen damals nachverfolgen konnten, ging es am 2. Tag über Sterzing und einem gemütlichen Abendessen in Gossensass wieder nach Hause. An unserem diesjährigen Ausflug haben 28 Mitglieder teilgenommen.

Am Spielplan im Herbst 2009 stand das ländliche Lustspiel „Die Besenhex“. Dies fand großen Anklang bei unserem Publikum, somit waren alle unsere Vorstellungen gut besucht. Mit der Generalversammlung, welche am 12. Dezember 2009 im Restaurant Schlossbach stattfindet, werden wir das heurige Vereinsjahr beschließen. Im kommende Jahr werden wir auf jeden Fall noch unsere Frühjahrsvorstellungen im Zirler Pfarrheim abhalten können, danach steht uns laut derzeitigem Wissenstand diese Einrichtung aufgrund der Neu- bzw. Umbauten als Spielstätte nicht mehr zur Verfügung. Wir sind jedoch bereits dabei, nach Übergangslösungen zu suchen.


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